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Planungsszenarien im VEP

Motorisierter Individualverkehr

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PLAN K5 Zur stadtverträglichen Abwicklung des Kraftfahrzeugverkehrs wird ein Vorbehaltsnetz definiert, welches aus den Straßenachsen besteht, auf denen die Kfz-Verkehrsströme so weit wie möglich gebündelt werden sollen. Hierzu zählen neben der Bundesautobahn A8 die wichtigsten radialen Straßenachsen. Straßen die durch städtebaulich bedeutsame Bereiche verlaufen, werden sofern möglich, nicht ins Vorbehaltsnetz übernommen. Mit der Strukturierung des Straßennetzes soll die Orientierung erleichtert und die Erreichbarkeit des Stadtzentrums verbessert werden. Durch Bündelung des MIV auf den Straßen des Vorbehaltsnetzes werden zudem zusätzliche Räume für den ÖPNV sowie den Rad- und Fußgängerverkehr geschaffen.

Hierzu werden die folgenden Maßnahmen untersucht:

- Westtangente

- Innenstadtring und Parkring

- Leistungsfähige Ost-West-Achse

- Entlastung besonderer Stadträume

- flankierende Maßnahmen

Hier mehr zu den Untersuchungen Kfz-Verkehr...

Zielkonzept Straßennetz

PLAN K14       Die folgenden Maßnahmen werden zu einem Zielkonzept zusammen gefasst:

  • Westtangente 1. BA
  • Westtangente 2. BA + Sonnenbergauffahrt
  • Innenstadtring
  • Parkring
  • Stadtring Nord-Ost (Ausbau Güterstraße mit Unterführung zur Unteren Wilferdinger Straße + Östlicher Enzübergang)
  • Stadtboulevard Zerrennerstraße + Neuordnung der Tiefgaragenerschließung
  • Umgestaltung Schloßberg, Bahnhofplatz, Kaiser-Friedrich-Straße, Antoniusstraße/Maximilianstraße, Östliche und Westliche Karl-Friedrich-Straße

PLAN K15       Mit Ausnahme der neu gebauten Streckenabschnitte und der zuführenden Straßen treten nahezu flächendeckend Verkehrsentlastungen ein. Dabei wirken die Autobahn, die Westtangente und der Stadtring Nord-Ost insbesondere für Verkehre, die nicht innenstadtbezogen sind, verkehrsbündelnd.

Auf der Zerrennerstraße, Höhe Waisenhausplatz verbleiben zusätzlich mit der Tiefgaragenneuordnung noch etwa 14.700 Kfz/24 h. Im Vergleich zum Prognosebezugsfall 2020 entspricht dies einer Entlastung um ca. 20.200 Kfz/24 h. Der Bahnhofplatz wird um etwa 4.500 und die Hohenzollernstraße, Höhe Heinrich-Wieland-Allee um etwa 2.700 Fahrzeuge am Tag entlastet. Auf der westlichen Habermehlstraße sind Verkehrsabnahmen von ca. 7.100 Kfz/24 h zu verzeichnen.

Weitere starke Entlastungen treten auf der Östlichen Karl-Friedrich-Straße (-14.500 Kfz/24 h), der Luisenstraße (- 8.700 Kfz/24 h), der Berliner Straße (-7.600 Kfz/24 h), der Deimlingstraße (- 7.200 Kfz/24 h) und der Parkstraße (-6.900 Kfz/24 h) auf.  

Ruhender Verkehr

K16
K17

Die Untersuchungen zum Ruhenden Verkehr umfassen die Entwicklung des Stellplatzangebotes bis 2020 und die Entwicklung der Parkraumnachfrage bis 2020, um abschließend das Zielkonzept Ruhender Verkehr zu formulieren.  

Zielkonzept Ruhender Verkehr

Im Bestand sind die innerstädtischen Parkierungsanlagen in ein Parkleitsystem eingebunden. Dieses ist untergliedert in drei farblich gekennzeichnete Bereiche. Darüber hinaus gibt es weitere, außenliegende Parkplätze mit Bedeutung für die Innenstadterschließung.

PLAN K16       Der innenstadtbezogene Parkverkehr soll weitestgehend auf den Straßen des Vorbehaltsnetzes gebündelt und zielgerichtet zu den Parkierungseinrichtungen geführt werden. Hierzu dienen der Parkring sowie Parkwegweiser an den Entscheidungspunkten und an den Zufahrten in die Parkierungseinrichtungen.

PLAN K17       Das bestehende dynamische Parkleitsystem wird erweitert. Dabei ist eine dynamische Anzeige der freien Stellplätze der Parkierungseinrichtungen bzw. der Parkbereiche vorgesehen. Die außenliegenden Parkplätze sind in das Parkleitsystem einzubinden.

Zur Verbesserung der Orientierung wird empfohlen, die innerstädtischen Parkierungseinrichtungen in 4 farblich gekennzeichnete, eindeutig benannte Parkbereiche zusammenzufassen (vgl. Plan K17).

Zur Entlastung des Straßenraumes vom ruhenden Verkehr wird empfohlen, Anwohnerstellplätze in neu zu schaffenden Quartiersgaragen zu bündeln.

Öffentlicher Personennahverkehr

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Der öffentliche Personennahverkehr nimmt bei der Förderung der Verkehrsmittel des Umweltverbundes in Pforzheim eine besondere Rolle ein. Aus diesem Grund werden die Teilsysteme Stadtbahn, Straßenbahn und Bus intensiv betrachtet.

Die Untersuchungen im Detail:  

Stadtbahnausschleifung

Straßenbahnsystem

Höherwertiges Bussystem

Zielkonzept ÖPNV

Die aufgezeigten Verbesserungsmöglichkeiten im ÖPNV sind nicht getrennt voneinander zu betrachten. Die Einführung eines höherwertigen Bussystems sollte eine Weiterentwicklung zu einem Straßenbahnsystem ermöglichen. Darüber hinaus stellt die Ausweitung des Stadtbahnangebotes auf den vorhandenen Strecken einen unverzichtbaren Bestandteil eines integrierten Systems dar. Die enge Verknüpfung mit dem Umland, insbesondere mit den unmittelbar angrenzenden, aufkommensstarken Gemeinden ist dabei unbedingt anzustreben.

Weiterer Bestandteil des Zielkonzeptes ÖPNV ist die Verbesserung von zentralen Haltestellen und Verknüpfungspunkten, wie z. B.:

-Umgestaltung ZOB
-Umgestaltung Bahnhofplatz
-Verbesserung der Organisation am Leopoldplatz

Radverkehr

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PLAN K22 Zur Gliederung des ausgewiesenen Radverkehrsnetzes werden Hauptrouten definiert. Diese orientieren sich an bestehenden Radwegeverbindungen und an wichtigen Aufkommensschwerpunkten (z. B. Innenstadt, dichte Wohngebiete, Bildungseinrichtungen, Sport- und Freizeitanlagen). Die Hauptrouten werden mit dem überregionalen Radwegenetz verknüpft.

Das Radfahren erfolgt unabhängig vom Kfz-Verkehr oder im Mischverkehr. Bei Kfz-Verkehrsstärken ab 5.000 Kfz/24 h sind zur sicheren Führung des Radverkehrs und zur Schaffung eines attraktiven Angebots Radverkehrsanlagen einzurichten. Im Zuge der Hauptrouten des Radverkehrs bestehen z. T. problematische Querungen stark befahrener Straßen (fehlende Schutzanlagen, beengte Bewegungsräume).

Ein Ausbau des Radverkehrsnetzes im Zuge der Hauptrouten ist in zwei Stufen vorgesehen.

1. Stufe: 

- Verbesserung problematischer Querungen

- Radverkehrsanlagen im Zuge der Hauptrouten mit Kfz-Verkehrsstärken >10.000 Kfz/24 h

2. Stufe: 

- Radverkehrsanlagen im Zuge der Hauptrouten mit Kfz-Verkehrsstärken von 5.000 bis 10.000 Kfz/24 h

Wie eine Umgestaltung aussehen könnte, zeigt das Gestaltungsbeispiel KP Goethestraße/Westliche Karl-Friedrich-Straße.

Zielkonzept Radverkehr

Im Zielkonzept ist eine Verbesserung insbesondere der definierten Hauptrouten vorgesehen und so ein qualitativ hochwertiges Grundnetz zu entwickeln. Es werden Ausbaunotwendigkeiten aufgezeigt, die stufenweise zu realisieren sind. Neben den genannten Aspekten sind darüber hinaus flankierende Maßnahmen vorzusehen:

- Einheitliche, begreifbare, gesamtnetzbezogene Radwegweisung -Freigabe von Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radfahrer -Einrichtung von Bike & Ride-Anlagen -Fahrradmitnahme im ÖPNV -Abstellanlagen in wichtigen Zielbereichen (u. a. Zentrale Haltestellen, Innenstadt, Schul- und Freizeiteinrichtungen)

Darüber hinaus kann der Radverkehr durch den Einsatz innovativer technischer Neuerungen, wie Fahrräder mit einem Zusatzantrieb (E-Bike) oder elektrischer Tretunterstützung (Pedelec), gerade in Hinblick auf die schwierigen topografischen Verhältnisse, zusätzlich an Attraktivität gewinnen. Um das Bewusstsein für das Radfahren in Pforzheim zu stärken, ist neben infrastrukturellen Maßnahmen auch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben.  

Fußgängerverkehr und Stadtraum

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Um komfortable und sichere Bewegungsräume zu schaffen sowie die Aufenthaltsqualität zu steigern sind ausgewählte Stadträume umzugestalten. Für einen Umbau bzw. eine Gestaltung kommen u. a. die folgenden Stadträume in Betracht:

-Zerrennerstraße
-Bahnhofplatz
-Westliche Karl-Friedrich-Straße
-Östliche Karl-Friedrich-Straße
-Schloßberg
-Leopoldplatz
-Kaiser-Friedrich-Straße
-Antoniusstraße/Maximilianstraße

Wie die Umgestaltung aussehen kann, ist hier beispielhaft an der Zerrennerstraße und der Kaiser Friedrich Straße aufgezeigt. 

Gestaltungsbeispiele Zerrennerstraße und Kaiser-Friedrich-Straße  

Zielkonzept Fußgängerverkehr und Stadtraum

Das Zielkonzept für den Fußgängerverkehr und Stadtraum sieht die Umgestaltung ausgewählter Stadträume vor. In diesem Zusammenhang sind Querungsmöglichkeiten einzurichten und Trennwirkungen zu vermindern. Hierzu ist eine Reduzierung der Verkehrsbelastung und des ruhenden Verkehrs im Straßenraum anzustreben.

Die Maßnahmen für den Fußgängerverkehr sind mit den Maßnahmen für den MIV, ÖPNV und Radverkehr abzustimmen.