contenu

  • Douglasien-Zapfen (Ausschnitt)
  • Douglasienzweig
  • Douglasienzapfen
  • Douglasienrinde

Merkmale

Die Douglasie gehört zu den größten Bäumen der Erde und kann bei günstigen Wuchsbedingungen eine Höhe von mehr als 100 Metern erreichen. Bei uns weist der aus Nordamerika stammende mächtige Nadelbaum im hiebreifen Alter von 80 – 120 Jahren immerhin Höhen von bis zu 50 Metern und mehr auf. Die in der Jugend noch kegelförmige Krone hat später eine breitere und flachere Gestalt, die von quirlig in Etagen angeordneten Ästen gebildet wird. Das natürliche Höchstalter der Douglasie wird auf 500 – 700 Jahre geschätzt.

Getragen wird der Baum von einem Herzwurzelsystem, das sich vielen Bodenbedingungen gut anpassen kann. Die Borke, die beim jungen Baum von grauer Farbe und trotz der vielen Harzbeulen noch relativ glatt erscheint, ist beim älteren Baum braun gefärbt und tief längsrissig. Die weichen Nadeln der Douglasie stehen schraubig um den Zweig verteilt und duften beim Verreiben aromatisch. Sie weisen auf der Unterseite zwei Spaltöffnungsstreifen auf und werden 6-8 Jahre alt, bevor sie der Baum abwirft. Die Nadeln zersetzen sich gut und sind deshalb gute Humusbildner.

Im Alter von etwa 20 Jahren blüht die Douglasie zu ersten Mal. Sie trägt sowohl männliche als auch weibliche Blüten (einhäusig getrennt geschlechtlich). Die Befruchtung der weiblichen Blüten erfolgt durch den Wind. Die Früchte sind in Zapfen zusammen gefasst, die im Herbst bei Reife 5-10 cm lang sind und im Oktober/November die Samen mit dem Wind entlassen. Die Deckschuppen der Zapfen stehen lang hervor und sind dreispitzig. Anhand dieses Merkmals kann man die Douglasienzapfen sehr leicht von den Zapfen anderer Nadelgehölze unterscheiden.

Holz

Douglasienholz ist ein festes widerstandsfähiges Holz, das nur wenig schwindet und arbeitet. In seinen Eigenschaften ähnelt es dem Lärchenholz. Es wird als Bauholz, und als Grubenholz, aber auch in der Möbelindustrie sowie für Fenster, Treppen und Täfelungen verwendet.

Waldbau

Der schottische Botaniker David Douglas (daher der Name „Douglasie“) brachte Samen des imposanten Nadelbaums 1827 nach Europa. In Deutschland wurde die Douglasie erstmals in den 1860er Jahren angepflanzt. Da der Baum sehr schnellwüchsig ist und noch dazu ein sehr wertvolles Holz liefert, ist er für die Forstwirtschaft von relativ großer Bedeutung. Demgegenüber ist der ökologische Wert der Douglasie als nicht so hoch einzustufen, denn es gibt hierzulande nur wenig Insektenarten, die auf dem fremdländischen Baum leben.

In Pforzheim beträgt der Anteil der Douglasien an den Baumarten des Waldes 3 %.