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Aussehen

  • Bild: Erdkröte ©Matthias Hilligardt
  • Bild: Erdkrötenpaar ©Matthias Hilligardt
  • Bild: Laich der Erdkröte ©Matthias Hilligardt

Erdkröten sind 9-11 cm groß und weisen eine warzige graubraune Haut auf. Das Erscheinungsbild ist einfarbig oder gefleckt. Die Oberseite ist dunkel grau bis graubraun, selten oliv, die Unterseite ist dagegen heller gefärbt. Die Pupille der Augen ist waagerecht, die Iris rotgolden. Erdkröten weisen auffallende Ohrdrüsen auf.

Wanderung

Erdkröten- Populationen begeben sich nahezu zeitgleich nachts auf die Wanderung zu ihrem Laichgewässer, sobald im Frühjahr Nächte mit relativ hoher Luft- und Bodenfeuchtigkeit und einer Temperatur von mindestens +5°C entstehen. Die Männchen werden in der Regel von den Weibchen huckepack getragen. Erdkröten bilden oft große Laichgesellschaften; Die Kaulquappen schwimmen häufig in prozessionsartigen Schwärmen; Erdkröten suchen zum Laichen das Geburtsgewässer auf und besiedeln nur in Notlagen auch andere Gewässer.

Lebensraum

Im Sommer in feuchten Wäldern mit naturnahen Strukturen, Wiesen, Feldgehölzen, Gärten; Überwinterung bevorzugt in Laubmischwäldern, dabei graben sich die Erdkröten unter Steinen und Wurzeln ein; Überwinterung im Gewässer ist eher selten.

Laich und Entwicklung

Der Laich wird in Schnüren an Ufer- und Wasserpflanzen bereits im zeitigen Frühjahr (März/April) abgelegt. Die Kaulquappen sind auffallend schwarz gefärbt. Die Entwicklung bis zur fertigen Kröte dauert je nach Witterung und Nahrungsangebot 2-5 Monate.

Vorkommen und Gefährdung

Im gesamten Stadtkreis verbreitet, nicht im Innenstadtbereich und in Gewerbegebieten; Verbreitungsschwerpunkte im Hagenschieß und rund um den Kanzlerwald; Aufgrund der arttypischen Massenwanderungen im zeitigen Frühjahr sind die Populationen besonders durch den Straßenverkehr gefährdet; Art wird auf der Vorwarnliste der gefährdeten Wildtiere geführt.