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Auf der Hochfläche zwischen Nagold und Würm, mitten im Wald eingebettet, liegt die ehemals selbstständige Gemeinde Huchenfeld, die seit 1975 Stadtteil von Pforzheim ist.

Erste urkundliche Erwähnung und Mittelalter

Erstmals im Jahre 1140 im Hirsauer Urkundenbuch erwähnt, war schon damals die sprichwörtliche Armut der Bevölkerung festgehalten. Eine wirtschaftliche Änderung trat auch nicht ein, als das Dorf verhältnismäßig frühzeitig in den Besitz der Herren von Weißenstein kam. Die Hirsauer Mönche und insbesondere Dietrich von Gemmingen haben dem Dorf im 15. Jahrhundert das Gepräge und im angrenzenden "Biet" eine gehobene Stellung verliehen. Die Geschichte ist wechselvoll, aber doch immer ist zu erkennen, dass die Bevölkerung der Gemeinde frühzeitig den Wert des eigenen Besitzstandes erkannte und auch frühzeitig eine Eigenständigkeit erwarb.

Nach geschichtlichen Aufzeichnungen entstand Huchenfeld als Waldhufensiedlung. Durch urwüchsige Waldungen benachteiligt, war für die Bewohner keine Möglichkeit gegeben, in dem Buntsandstein- und Kalkgebirge einen Wirtschafts- und Weidebetrieb zu begründen.

Weltkriege und jüngste Geschichte

War Huchenfeld nach dem Ersten Weltkrieg eine ausgesprochene Arbeitergemeinde und änderte sich dieses Bild auch nicht nach dem Zweiten Weltkrieg, so konnte doch in den 50er Jahren eine stetige, rasante Aufwärtsentwicklung festgestellt werden. Der Stadtteil Huchenfeld hat heute rund 4300 Einwohner, ist städtebaulich weitgehendst saniert und hat leistungsfähige Gewerbebetriebe verschiedenster Produktionszweige, die einem Teil der Bevölkerung einen Dauerarbeitsplatz sichern.

Die Gestaltung des Ortsteils

Die Verwaltung der ehemaligen Gemeinde sah in früheren Jahren ihre vornehmste Aufgabe der Entwicklung darin, das seit langer Zeit bekannte Gefälle zwischen Stadt und Land für den Menschen abzubauen. Mit modernen sozialen und hygienischen Einrichtungen konnte eine Gleichstellung erzielt werden. Hierzu trug der Bau eines Rathauses, der Bau einer neuen Schule mit Turnhalle, eines Hallenbades und verschiedener Baulanderschließungen bei. Auch als Stadtteil von Pforzheim hat sich Huchenfeld kontinuierlich weiterentwickelt, wozu eine ausgeprägte Infrastruktur mit guten Einkaufmöglichkeiten und mehreren Busverbindungen in die Innenstadt beitragen.

Heute verfügt der Höhenstadtteil über moderne Sportanlagen. Mit einem Rad- und Wanderweg sowie einem Rundwanderweg stehen Möglichkeiten zur Naherholung in einer waldreichen Umgebung zur Verfügung. Geschaffen wurde ein Rathausplatz mit Brunnen, der zum Verweilen einlädt und eine Festwiese an der Würmstrasse, die den ortsansässigen Vereinen gute Veranstaltungsmöglichkeiten bietet. Solche sind auch in der Hochfeldhalle gewährleistet, die den Huchenfeldern für Sport und Kultur seit 1991 zur Verfügung steht. Intensiv genutzt werden auch beide alten Schulhäuser, von denen eines zu einem "Haus der Vereine" umgebaut wurde.

Infrastruktur und Erschließung

Durch mehrere Erschließungen hat sich die Vorstadtgemeinde vergrößert, wodurch sich das ehemalige Straßendorf in ein sogenanntes Haufendorf gewandelt hat. Durch die Anbindung der nördlichen Industriestraße an die Landesstraße L 574 kann seit 1994 das Gewerbegebiet "Mittlere- / Untere Hard", das inzwischen vergrößert wurde, problemlos angefahren werden. Die kontinuierliche Weiterentwicklung hat dazu geführt, dass ein dritter Kindergarten gebaut und die Schule in den Ulrichsgärten erweitert wurde. Inzwischen wurde auch die Ortsmitte umgestaltet und auf dem Rathausplatz ein Backhaus, das der Öffentlichkeit zum Backen zur Verfügung steht, erbaut.

Huchenfelds Jugendlichen steht seit kurzem auf der Festwiese, Richtung Stadtteil Würm, ein Jugendtreff zur Verfügung. Auch für die Floriansjünger geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, in den Grohwiesen wurde ein neues Feuerwehrgerätehaus erstellt. Mit dem nur wenige Meter entfernten Kreisverkehr, übrigens der erste auf Stadtgebiet, wurde eine optimale Verkehrsbremse mit ansprechendem Ambiente geschaffen.

Durch die neuen Baugebiete "Im Gaiern" und "Binne" entstand in Huchenfeld neuer Wohnraum für zukünftige Bürgerinnen und Bürger. Zudem wurde durch das neu erschlossene Gewerbegebiet "Obere Hard" neuer Raum für die Gewerbebetriebe geschaffen.

Wegen seiner Nähe zur Stadt, man ist in wenigen Minuten mit dem Auto oder Bus in der City, und der guten Infrastruktur zählt Huchenfeld zu den bevorzugten Wohngebieten, wohnt man doch im Grünen und hat dennoch die Stadt vor seinen Toren.