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Die wirtschaftlichen Sektoren in Büchenbronn sind ausgeprägt und beherbergen unter anderem international bekannte und hoch angesehene Firmen. Die meisten Gewerbetreibende sind schon seit Generationen in Büchenbronn angesiedelt und haben dadurch den Ortsteil mitgeprägt. Bemerkenswert ist, dass trotz der enormen Wirtschaftsleistung das dörfliche Leben kaum beeinflusst wird und es weiterhin viel Natur in Büchenbronn gibt, was für ein angenehmes Wohnklima sorgt.

Wirtschaft: Damals und heute

Ab dem Jahr 1835 wurde das Zeitalter der Industrialisierung in Büchenbronn eingeläutet. Im Dorf siedelten sich neue Berufe an und es traten zunehmend „abhängige Arbeiter“ in ein Beschäftigungsverhältnis ein. Die eintretende Industrialisierung wurde auf verschiedenste Weise deutlich. So waren geografische Veränderungen im Durchbruch des Waldgürtels wahrzunehmen, aber auch die Einwohnerzahlen änderten sich. Waren es im Jahr 1862 noch 888 Einwohner so stieg diese Zahl bis 1965 um knapp 45 %, was für die damalige Zeit einen beträchtlichen Zuwachs darstellte.

Der wirtschaftliche Aufschwung der Stadt Pforzheim, besonders im Bereich der Schmuckindustrie, sorgte dafür, dass auch Bauern aus Büchenbronn in die Stadt pendelten, um dort zu arbeiten. Die Arbeiter, die daheim zusätzlich ihren Bauernhof versorgten, wurden als „Goldschmiedebäuerle“ bezeichnet. Zu Beginn gab es noch keinerlei Verkehrsverbindungen, deshalb mussten die Arbeiter kilometerlange Fußmärsche zu ihren Arbeiststellen zurücklegen. Schon nach kurzer Zeit wurden Bahnlinien und Busverbindungen eingerichtet, die den Anwohnern ihren Arbeitsalltag erleichterten. In dieser Phase wurden im Dorf auch die ersten Maschinen angeschafft.

Nach Kriegsende stieg die Einwohnerzahl durch die Flüchtlingsströme deutlich an. 1959 hatte Büchenbronn eine Einwohnerzahl von 3.200 Personen erreicht. Dieser Anstieg war auch auf den Bergbau zurückzuführen, der für viele Einwohner von 1937 bis 1955 eine Einkommensquelle darstellte.

1959 hatte sich der größte Wirtschaftsteil in die Brillenindustrie verlagert. Die größte Firma war zu diesem Zeitpunkt die „Pforzheimer Brillenfabrik“, welche 78 Beschäftigungsplätze bereitstellte. Zwischenzeitlich gab es etwa 1.100 Pendler, die ihre Arbeit in Pforzheim verrichteten. Der landwirtschaftliche Sektor wurde nebenbei noch von zahlreichen Bauernfamilien unterstützt und in der Berufswelt war in dieser Zeit ein erkennbarer Wandel der Berufsfelder spürbar.

1974 wurde Büchenbronn in die Stadt Pforzheim eingemeindet. Danach entwickelte sich der wirtschaftliche Sektor in Büchenbronn weiterhin gut. Neue Unternehmen siedelten sich in dem kleinen Gewerbegebiet an. Trotz wiederholter Wirtschaftskrisen in den letzten Jahrzehnten konnten sich alle Firmen an den internationalen Märkten behaupten.

Luftbild Büchenbronn

Aktuell leben in Büchenbronn etwa 6.000 Menschen. Ein modernes ausbaufähiges Gewerbegebiet sorgt für Arbeitplätze und die gute Infrastruktur stellt die idealen Standortbedingungen für Unternehmen bereit. Gleichzeitig bietet der Schwarzwald eine naturnahe Umgebung mit einem gesunden Klima.

Erstellt mit freundlicher Unterstützung des Schillergymnasiums Pforzheim.