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In den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges wurden fünf gefangene britische Luftwaffenangehörige ermordet. Dieses Verbrechen wurde zwar von den Alliierten verfolgt, fand jedoch in den folgenden Jahrzehnten keinerlei Beachtung bei regionalen oder überregionalen deutschen Stellen. Erst auf Grund einer Pressenotiz im Jahr 1989 begann man nachzuforschen. Die evangelische Kirchengemeinde beschloss eine Gedenktafel mit den Namen der Ermordeten sowie den Worten „Vater vergib“ an der Kirche anzubringen. Als am 18. November 1992 die Gedenktafel enthüllt wurde, durfte Marjorie Frost-Taylor, Witwe des in Huchenfeld getöteten Harald Frost miterleben, wie der Kirchengemeinde durch den Canon Dr. Paul Oestreicher das Nagelkreuz verliehen wurde. Das aus drei Zimmermannsnägeln bestehende Nagelkreuz hat seinen Ursprung in Coventry und steht weltweit als Symbol der Versöhnung zwischen den Völkern dieser Welt. Die BBC berichtete darüber, wodurch John Wynne von dem Schicksal seiner Kameraden erfuhr. John Wynne, der damalige Flugzeugführer, konnte auf wundersame Weise seine schwer beschädigte Maschine in England landen, hatte aber bis dahin nichts vom Schicksal seiner Kameraden gewusst. Berührt von den Versöhnungsbemühungen der Huchenfelder nahm der aus dem walisischen Ort Llanbedr stammende John Wynne Kontakt zu Huchenfeld auf.