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La Bresse ist eine französische Gemeinde mit etwa 5000 Einwohnern im Departement Vosges (Vogesen) in der Region Lothringen.

Pforzheim, La Bresse und die kleineren Gemeinden Cornimont und Ventron verbinden schicksalhafte Ereignisse und eine historisch begründete deutsch-französische Freundschaft.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges machten oberhalb von La Bresse Partisanen der auf dem Rückzug befindlichen deutschen Armee zu schaffen, was zu einer weitgehenden Zerstörung des Ortes durch die deutsche Wehrmacht und im November 1944 zur Deportation aller männlichen Einwohner in ein Lager bei Pforzheim führte. Einige der Männer wurden in diesem Lager dann am 23. Februar 1945 Opfer des verheerenden alliierten Bombenangriffs auf Pforzheim. Die Partisanen, derer die Wehrmacht in La Bresse habhaft wurde, wurden oberhalb des Ortes exekutiert.

Im Zusammenhang mit der durch Charles de Gaulle und Konrad Adenauer begründeten deutsch-französischen Freundschaft kamen die überlebenden Deportierten nach Pforzheim, um hier auch auf dem Hauptfriedhof ihrer Getöteten und aller beim Angriff Gestorbenen zu gedenken. Auf dem Hauptfriedhof befindet sich ein Sammelgrab mit der Beschriftung „Gebeine Beckh am Markt“. Hierbei handelt es sich um die ehemalige Gaststätte, wo viele der Opfer am 23. Februar 1945 starben.

Aus diesen Nachkriegskontakten entwickelten sich in den letzten 50 Jahren zahlreiche freundschaftliche Begegnungen, die wesentlich durch die Deutsch-Französische Gesellschaft Pforzheim (DFG / AFA), private Freundeskreise und in La Bresse wesentlich durch die Deportierten-Vereinigungen sowie sehr wesentlich durch den La Bresser Deutschlehrer Michel Arnould gestärkt werden.

In Anerkennung seiner Verdienste um die Stadt Pforzheim und um die Versöhnungsarbeit zwischen Frankreich und Deutschland erhielt Michel Arnould aus La Bresse die Bürgermedaille 2014 der Stadt Pforzheim.