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Parken

Entwicklung des Stellplatzangebotes bis 2020

Im Jahr 2008 ist das Parkhaus Deimlingstraße mit ca. 400 Stellplätzen entfallen. An selber Stelle wurde die Alfons-Kern-Schule neu gebaut und in diesem Zusammenhang ein Parkdeck mit ca. 100 öffentlich zugänglichen Stellplätzen errichtet. Des weiteren wird der Bereich Hilda-Gymnasium umgebaut. Nach Fertigstellung der geplanten Sporthalle stehen in dem daran angeschlossenen Parkdeck in etwa die vormals vorhandenen Stellplätze wieder zur Verfügung.

Im Folgenden werden die öffentlich zugänglichen Stellplätze in der erweiterten Innenstadt (Parktarifzonen 1 und 2) betrachtet.

Vor Abriss des Parkhauses Deimlingstraße bestanden in der erweiterten Innenstadt ca. 5.640 öffentlich zugängliche Stellplätze in Parkierungseinrichtungen und im Straßenraum. Im Jahr 2020 werden voraussichtlich noch ca. 5.340 Stellplätze verfügbar sein.

Die Analyse im Jahr 2008 ergab für die öffentlich zugänglichen Stellplätze der erweiter­ten Innenstadt einen maximalen Auslastungsgrad von etwa 81 %. Die kritische Kenngröße zur Qualität von Parkierungseinrichtungen ist ein maximaler Auslastungsgrad von 85 %. Liegt die Stellplatzsauslastung der betrachteten Parkbauten über 85 %, nimmt der Parksuchverkehr deutlich zu.

Entwicklung der Parkraumnachfrage bis 2020

Bis zum Jahr 2020 ist unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklung, der Veränderung der Mobilitätskennwerte und den beabsichtigten Aufsiedelungen von einer Zunahme der innenstadtbezogenen Pkw-Fahrten um 5,8 % auszugehen. In diesem Szenario ist keine Förderung des Umweltverbundes berücksichtigt. Durch die höhere Belegung der Stellplätze ergibt sich ein maximaler Auslastungsgrad von ca. 90 %. Um eine Auslastung von 85 % zu erreichen, sind etwa 350 zusätzliche Stellplätze erforderlich. Ein verbessertes Angebot im ÖPNV, Radverkehr und Fußgängerverkehr hat insbesondere auf die innenstadtbezogenen Pkw-Fahrten Einfluss. Um bei der Parkraumnachfrage modale Verlagerungen auf den ÖPNV zu berücksichtigen, werden die Szenarien „Höherwertiges Bussystem“ und „Straßenbahnsystem“ näher betrachtet. Die Beschreibung zum höherwertigen Bussystems und zum Straßenbahnsystems erfolgt in den nachfolgenden Abschnitten ÖPNV.

Szenario „Höherwertiges Bussystem“ Durch Einrichtung eines höherwertigen Bussystems ist eine Verlagerung von 4,1 % der innenstadtbezogenen Pkw-Fahrten auf den Busverkehr zu erwarten. Dadurch wird be­reits bei einer Bereitstellung von ca. 120 zusätzlichen Stellplätzen eine maximale Aus­lastung von 85 % eingehalten werden.

Durch die Förderung des Rad- und Fußgängerverkehrs sind weitere modale Verlagerungen und damit weitere Rückgänge der Parkraumnachfrage zu erwarten. Deshalb kann bei einer konsequenten Förderung des Umweltverbundes auf die Erweiterung von Stellplatzanlagen in der Innenstadt verzichtet werden bzw. können bestehende Kapazitäten für Anwohnerparken genutzt werden. Besonderes Augenmerk ist jedoch auf die Verkehrslenkung sowie die qualitative Verbesserung zu legen.

Szenario „Straßenbahnsystem“ Die Einrichtung eines Straßenbahnsystems mit 3 Durchmesserlinien bewirkt eine Verlagerung von etwa 8,4 % der Pkw-Fahrten auf den ÖPNV. Die Gesamtabnahme innenstadtbezogener Fahrten beträgt 3,1 %. Daraus ergibt sich ein maximaler Auslastungsgrad von 83,0 %. Die Bereitstellung zusätzlicher Stellplätze ist nicht erforderlich.