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  • Buchenkeimling
  • Buchenblätter
  • Buchenborke
  • Buchen im Frühling
  • Buchenknospe

Merkmale

Die Rotbuche entwickelt sich im Freistand zu einem imposanten Baum mit einer breiten tief angesetzten Krone, deren Zweige bis zum Boden herabhängen können. Im Waldverband bildet sie dagegen langschäftige Stämme mit einer hoch angesetzten, schmalen Krone aus. Rotbuchen können 150 bis 300 Jahre alt werden und wachsen dabei 30-45 Meter hoch. Sein Herzwurzelsystem gibt dem Baum einen sicheren Stand. Die graue Rinde ist glatt und glänzend und bei einer plötzlichen Freistellung des Baums anfällig gegenüber der Sonneneinstrahlung (Rindenbrand). Die elliptischen – rundlichen, oberseits glatten Blätter erscheinen Ende April/Anfang Mai in einem hellen Grün, das im weiteren Verlauf des Jahres dunkler wird und im Herbst in ein leuchtendes Rotbraun übergeht. Die Rotbuche ist einhäusig getrennt geschlechtlich. Ab einem Alter von 40-50 Jahren blüht sie und entwickelt im Herbst Früchte, die Bucheckern. Diese fallen mit dem Laub zu Boden. Als Dunkelkeimer brauchen die Bucheckern die überdeckende Mulchschicht der Blätter, um im nächsten Frühjahr neue Keimlinge zu bilden. Dem Schalenwild, verschiedenen Vögeln, Mäusen und den Eichhörnchen dienen die Bucheckern als Futter. Durch ihr Verhalten, die Wintervorräte zu vergraben und manche dieser Verstecke nicht zu nutzen, tragen die Eichhörnchen zur Verbreitung der Rotbuche bei.

Waldbau

Die Buche ist die wichtigste Laubholzart der Wälder in Westeuropa und kommt bei uns von der Ebene bis in Höhen von ca. 1200 m vor. Wegen ihrer weiten Verbreitung und der Eigenschaft verhältnismäßig viel Laub zu bilden, das eine weiche Mulchschicht mit guter Nährstoffverfügbarkeit aufbaut, wird die Buche auch als „Mutter des Waldes“ bezeichnet. An die Bodenqualität stellt die Buche nur wenige Ansprüche, gedeiht aber nicht auf zu nassen oder zu kargen Böden. Sie bevorzugt ein ozeanisches Klima mit relativ kühlen Sommern und milden Wintern. Herausragend ist ihre Schattentoleranz. Diese befähigt sie als Bodenschutzholz unter lichtbedürftigeren Bäumen aufzuwachsen. Waldbauliches Ziel ist die Ausbildung langer astfreier Stämme, die sich entsprechend gut vermarkten lassen. Die Umtriebszeit beträgt bei der Buche 100-150 Jahre.
In Pforzheim beträgt der Anteil der Buchen am Waldbestand etwa 23 %.

Holz

Die Buchenstämme liefern ein hartes, sehr wertvolles Holz von rötlichweißer Farbe, das bevorzugt in der Möbelindustrie verwendet wird. Das Holz der Buche ist nicht sehr fäulnisresistent, weshalb die Stämme nach dem Fällen des Baums nicht lange im Wald gelagert, sondern alsbald abtransportiert werden. Wegen der Neigung, im fortgeschrittenen Alter einen rötlichen Kern auszubilden, der den wirtschaftlichen Wert des Holzes schmälert, werden Buchen meist im Alter von etwa 100 – 150 Jahren gefällt. In jüngster Zeit werden aber vermehrt auch Möbel aus Rotkernholz gefertigt, die eine besonders interessante lebhafte Maserung aufweisen.