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Auf Grundlage einer gründlichen Bestandsaufnahme der klimatischen Situation liefert die Stadtklimaanalyse eine Bewertung der bioklimatischen Wärmebelastung insbesondere in den dicht besiedelten Bereichen der Innenstadt. Nächtliche Kaltluftabflüsse aus der Umgebung in die Siedlungsräume spielen eine wichtige Rolle, um einen Luftaustausch und folglich eine Abkühlung zu erreichen. Im Rahmen der Untersuchung wurden die für Pforzheim wichtigen Kaltluftentstehungsgebiete und -abflüsse durch computergestützte Berechnungen und Messungen vor Ort identifiziert und untersucht.

Es handelt sich hierbei um die Flusstäler der Enz und Würm, aber auch um Freiflächen in den Stadtrandlagen, wie z.B. die landwirtschaftlichen Flächen der Hofgüter „Hagenschieß“ und „Buckenberg“ oder auch im Gewann „Hinter der Warte“. Von letzteren werden insbesondere die Siedlungsflächen Eutingens mit Frischluft versorgt.

Diese Erkenntnisse sind umso wichtiger, da sich die stadtklimatische Situation im Zuge des Klimawandels weiter verschärfen wird. Eine auf das Stadtgebiet verfeinerte Klimaprojektion verdeutlicht die zunehmende Wärmebelastung im Zuge des Klimawandels. So wird sich z.B. die Zahl der heißen Tage (Temperatur > 30°C) im Mittel von heute 12 auf zukünftig 18 Tage erhöhen. Die Bewohner stark verdichteter Stadtquartiere ohne nennenswerten Anschluss an Frischluftgebiete (z.B. Teile der Innenstadt, der Nordstadt, usw.) werden hiervon besonders betroffen sein.

Bild: Karten Berechnete Verteilung der Anzahl von heißen Tagen für das Stadtgebiet Pforzheim