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Allein in Baden-Württemberg fühlen sich zwei Drittel der Bevölkerung durch Lärm in ihrem Wohnumfeld belästigt. Hohe Lärmbelastungen stellen aber nicht nur eine Belästigung dar, welche die Lebensqualität der Betroffenen vermindert, sondern können auch ein Risiko für die Gesundheit (z.B. Gehörschäden, Stressreaktionen) bedeuten.

Nach seiner Definition ist Lärm eine für den Betroffenen unerwünschte Schalleinwirkung, die ihn subjektiv, d.h. je nach Situation, Lautstärke und Einstellung zum Geräusch/Geräuscherzeuger, beeinträchtigt. Lärm ist deshalb mit physikalischen Geräten nicht unmittelbar messbar. Um die subjektiven Empfindungen der Betroffenen objektivieren und damit bewertbar machen zu können, wird der Schallpegel, also die Stärke der Geräuscheinwirkung, in Dezibel (dB(A)) gemessen.

Bedeutende Lärmarten sind u.a. Straßenverkehrslärm, Schienenverkehrslärm, Fluglärm, Industrie- und Gewerbelärm, Baulärm sowie Sport- und Freizeitlärm. Ein Teil dieser Lärmarten wird unter dem Begriff Umgebungslärm zusammen gefasst: unter Umgebungslärm versteht man belästigende oder gesundheitsschädliche Geräusche im Freien, die durch Aktivitäten von Menschen verursacht werden, einschließlich des Lärms, der von Verkehrsmitteln, Straßenverkehr, Eisenbahnverkehr, Flugverkehr sowie Geländen für industrielle Tätigkeiten ausgehen.