Content

Am 23. Februar 1945 wurde Pforzheim bombardiert und in Schutt und Asche gelegt. Mehr als 18.000 Menschen verloren dabei ihr Leben.

Zum 70. Jahrestag dieses Datums trauern wir um die Toten. Gleichzeitig gedenken wir aller Opfer des Nationalsozialismus und des 2. Weltkriegs. Wir lehnen jede Instrumentalisierung dieses Tages ab.

Dies eingedenk, rufen wir - der Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim, die Bundestags- und Landtagsabgeordneten, alle Fraktionen und Gruppierungen des Gemeinderates, die Vertreterinnen und Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Sport, Gewerkschaften und Kirchen, die Jüdische Gemeinde und die Moscheen sowie andere Gemeinden – zum gemeinsamen Auftreten und Handeln am 23. Februar 2015 auf.

Wir wollen den Tag des 23. Februar als Tag des Friedens begehen und Zeichen setzen: Wir setzen uns kritisch mit unserer Geschichte auseinander und schärfen unsere Sinne für unfriedliche und demokratiefeindliche Tendenzen heute. Wir engagieren uns in aller Vielfalt für ein friedliches Miteinander, Toleranz und die Achtung vor der Würde eines jeden Menschen. Menschen, die neu in unsere Stadt kommen, empfangen wir hilfsbereit und ohne Vorurteile. Mangelnden Respekt vor Anderen und Rassismus nehmen wir nicht hin.

Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich als Mitveranstalter oder Besucher an den Aktivitäten zum 23. Februar zu beteiligen.

Ab 19.45 Uhr wollen wir ein starkes gemeinsames Zeichen setzen: Auf dem Marktplatz lassen wir ein Meer aus Lichtern entstehen; während das Glockenläuten an den Angriff vor 70 Jahren erinnert, werden tausende von Kerzen die Dunkelheit erhellen und zeigen: Wir lassen uns nicht auseinander dividieren. Wir sind in unserer Vielfalt eine Gemeinschaft, und stehen gemeinsam für Frieden und Verständigung ein!