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Künstler- und Villenkollonie "Auf dem Berg"

Lageplan aus 1910
Lageplan aus 1910

1906 kamen zehn natur- und kunstbegeisterte Schmuckfabrikanten sowie der Bildhauer Adolf Sautter auf die Idee, auf einem dem Ort gegenüberliegenden Hang oberhalb des Würmtals Wiesen zu kaufen, um dort der Lebensreform und Naturheilkunde zu frohnen, genau wie auf dem Monte Veritá in Ascona. 

Vom Wochenendtreffpunkt der Vegetarier und Naturfreunde entwickelte sich der Berg zur Künstler- und schließlich zur Villenkolonie.
Die bewegte Geschichte hat Autor Franz Littmann in seinem 2011 erschienenen Buch "Auf dem Berg - Eine Spurensuche in Würm" fundiert und im Detail darlegt.
Ein besondere Blick wird hierin auf die künstlerische Schaffenskraft der Bewohner und die Vernetzung mit der Kunst- und Kulturszene gelegt.

Mit einer bauhistorische Betrachtung des Berges und seiner Kulturdenkmäler setzt sich Christoph Timm in seinem Buch "Pforzheim - Kulturdenkmale in den Ortsteilen" auseinander.

Alpengarten

Alpengarten

Zu einer weitreichenden touristischen Attraktion wurde der Alpengarten.
Die 1927 von Familie Carl angelegte Steingartenanlage bot alles, was sich an Gebirgsflora nur denken lies und zog über Jahrzehnte die Massen an, sodass oft die Parkplätze für die Busse im Würmtal nicht ausreichten. Die bewirtete Waldschenke tat ihr Übriges.
Leider wurde der Alpengarten im Jahre 2006 als Schauanlage geschlossen und Teile davon bebaut.
Die Gärtnerei wird allerdings in dritter Genaration weitergeführt und auch heute kann man auf Teilen des ehemaligen Alpengartens wieder in einem von üppiger Vegetation umgebenden Biergarten, dem Café/Bistro "Flora", einkehren.