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Die evangelische Kirche in Würm

Die ältesten Gebäudeteile, Chor, Ostpartie und Sakristei, stammen aus dem Jahr 1516. Die Fenster sind mit spätgotischem Maßwerk geschmückt. Drei Apostel- oder Weihekreuze, die man 1987 unter alten Farbschichten freilegen konnte, beweißen, dass die Kirche nach katholischem Ritus geweiht wurde.

Zwischen 1758 und 1760 wurde das Schiff nach Westen erweitert; dabei entstand auch ein Gruftgewölbe, in dem fünf Mitglieder bzw. Verwandte der Familie Leutrum von Ertingen beigesetzt wurden.

Ein schön gestaltetes Epitaph an der Westwand erinnert an Ernst Ludwig Leutrum und seine Frau Friederike Juliane. Im Jahr 1845 ersetzte man einen Dachreiter über dem Chor durch den Turm über der Westwand. Zur Ausstattung des Innenraumes gehört ein hölzernes Kruzifix (Höhe des Corpus 1,15m), dessen Entstehung in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts datiert wird. Bei der Renovierung in den Jahren 1965/66 erhielt die Kirche den jetzigen steinernen Altartisch, das kupferne Taufbecken und das eichene Gestühl. Eine mechanische zweimanualige Orgel konnte die Kirchengemeinde 1991 im Chorraum installieren.