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Nach dem Krieg gab es in den Besatzungszonen unterschiedliche Regelungen zur Verleihung der Ehrenbürgerwürden. 1955 wurde in der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg eine einheitliche Maßgabe für die Verleihung erlassen, die bis heute gültig ist: "Die Gemeinde kann Personen, die sich besonders verdient gemacht haben, das Ehrenbürgerrecht verleihen".

1962 erhielt Julius Moser die erste Pforzheimer Ehrenbürgerwürde. Moser wurde aufgrund seiner jüdischen Abstammung in der NS-Zeit verfolgt. Aufgrund der Handhabung der Ehrenbürgerverleihung während der NS-Zeit wurde diese Entscheidung besonders begrüßt.

Seitdem liegt der Maßstab zur Bewertung von "besonderen Verdiensten" sehr hoch. Der Pforzheimer Gemeinderat geht mit dieser herausragenden Würdigung großer Leistungen bewusst sparsam um. Dies gilt auch für die ehemals selbständigen Pforzheimer Stadtteile Büchenbronn, Eutingen und Würm, welche als einzige Stadtteile die Ehrenbürgerwürde verliehen haben.