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Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist eine Menschenrechtsverletzung

Jeder Mensch hat das Recht darauf, gewaltfrei zu leben. Dennoch findet Gewalt gegen Frauen alltäglich in allen gesellschaftlichen Schichten und in unterschiedlichen Formen mitten unter uns statt. Frauen sind in besonderem Maße von spezifischen Gewaltformen betroffen. Dies betrifft zum Beispiel alle Formen von Gewalt in Ehe- und Partnerschaft, sexualisierte Gewalt, sexuelle Belästigungen, Gewalt in der Prostitution oder in Form von Frauenhandel, Zwangsheirat und Genitalverstümmelung. Gewalt verletzt Grundrechte auf körperliche und seelische Unversehrtheit, auf Leben, Sicherheit und Würde schwerwiegend. Sie hindert die betroffenen Frauen daran, sich ihren Potenzialen entsprechend in Familie, Beruf und öffentlichem Leben zu entfalten.

Gewalt - weltweit größtes Gesundheitsrisiko für Frauen

Gewalt gegen Frauen hat immer gravierende Folgen für die Gesundheit und die gesundheitliche Versorgung der Betroffenen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) ist Gewalt und insbesondere häusliche Gewalt eines der weltweit größten Gesundheitsrisiken für Frauen und Kinder.

Eine EU-weite Erhebung aus dem Jahr 2015 kommt zu dem Ergebnis, dass jede dritte Frau seit dem Alter von 15 Jahren eine Form des körperlichen und/oder sexuellen Übergriffs erlebt hat. Nach einer vom Bundesfamilienministerium in Auftrag gegebenen Studie sind 40 Prozent aller Frauen ab 16 Jahren in Deutschland mindestens einmal Opfer körperlicher und/oder sexueller Gewalt geworden.

Gewaltopfer haben Anspruch auf Hilfe und Unterstützung

Wenn Sie Opfer einer Gewalttat wurden ist es wichtig, dass Sie sich nicht verstecken und zurückziehen. Sie haben Anspruch auf Hilfe und Unterstützung. Nutzen Sie unbedingt die Beratungsangebote vor Ort und/oder das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“. Auf Wunsch können Sie sich auch anonym, telefonisch, im Chat oder per E-Mail beraten lassen. Wenn Sie Schwierigkeiten haben das passende Angebot für sich zu finden oder zu finanzieren, können Sie sich auch an die Gleichstellungsbeauftragte wenden.

Schauen Sie nicht weg - helfen Sie!

Werden Sie in Ihrem Beruf oder in Ihrem sozialen Umfeld mit Gewalt konfrontiert, ist es wichtig, dass Sie nicht wegsehen, sondern handeln. Wie Sie dabei am besten vorgehen, können Ihnen ebenfalls die aufgeführten Einrichtungen sagen.

Kein Platz für Gewalt

Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat viele Gesichter. Sie wird in den meisten Fällen von Männern ausgeübt. Es geht dabei vorwiegend um Macht und Kontrolle, um Dominanz und Herrschaft. In einer demokratischen Gesellschaft und einer partnerschaftlichen Beziehung darf Gewalt keinen Platz haben oder stillschweigend geduldet werden.