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Heutige Situation - Verkehrsanalyse

Kfz-Verkehr

Berliner Straße

Der Kraftfahrzeugverkehr prägt das Stadtbild vor allem durch breite und hochbelastete Straßen inmitten der Stadt. Viele innerstädtische Knotenpunkte befinden sich bereits heute an ihrer Belastungsgrenze, so kommt es zu Spitzenverkehrszeiten regelmäßig zu Stauungen.

Von 1990 bis 2000 war ein Anstieg des Kraftfahrzeugverkehrsanteils am gesamtverkehr von 48% auf 58% festzustellen.

Aufgrund der demographischen Entwicklung, der Veränderung der Mobilitätskennwerte und den beabsichtigten Aufsiedelungen ist mindestens bis 2025 mit weiteren Zuwächsen im Kraftfahrzeugverkehr zu rechnen, wenn nicht mit geeigneten Maßnahmen entgegengesteuert wird.

Öffentlicher Personennahverkehr

Stadtbus

Ein dichtes Busnetz aus Stadt- und Regionalverkehrslinien sowie die Regional-Stadtbahnlinien S5 und S6 stellen ein stark nachgefragtes Angebot dar und gewährleisten gute Verknüpfungen mit dem Umland. Durch die zentrale Lage der innerstädtischen Bushaltestellen Leopoldplatz/Leopoldstraße und die damit verbundene gute Errreichbarkeit des Stadtzentrums wird eine hohe Akzeptanz des ÖPNV erreicht, was sich im vergleichsweise hohen Wegeanteli niederschlägt. Etwa 17% aller Wege der Pforzheimerinnen und Pforzheimer werden mit Bus und Bahn zurückgelegt.

Aufgrund der hohen Verkehrsbelastungen und der nur ungenügenden Strukturierung der Verkehrsachsen treten teilweise lange Wartezeiten an Knotenpunkten auf. Zahlreiche Haltestellenbereiche im Stadtgebiet sind mangelhaft ausgestattet und unzurechend gestaltet.

Parken

Bild: VEP Pforzheim 2020

Den Innenstadtbesuchern stehen mit ca. 8.200 Stellplätzen ein umfangreiches Angebot von Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Eine Stunde Parken kostet in der Innenstadt zwischen1,00 und 2,00 Euro, womit sich die Parkgebühren in Pforzheim in der Größenordnung vergleichbarer Städte bewegen.

Die stärkste Auslastung der Parkbauten wird vormittags erreicht. So sind um 10:30 Uhr etwa 85% der Stellplätze belegt. Zur Führung des Parkverkehrs sind die wichtigsten Parkbauten in ein Parkleitsystem eingebunden. Trotzdem sind einzeln auftretende Vollauslastungen im Wesentlichen auf eine ungünstige Verteilung des Parkverkehrs zurückzuführen.

Besonders durch parkende Fahrzeuge am Straßenrand wird in zentralen Bereichen und Wohnquartieren die Dominanz des Kfz-Verkehrs zusätzlich verstärkt.

Fußgänger- und Radverkehr

Die Fußgängerzonen in der Innenstadt und in den Stadtteilzentren sowie die Flanierbereiche an Enz und Nagold werden gut angenommen. Das Fahrrad wird in Pforzheim hingegen kaum genutzt. Dies ist neben den ungünstigen Steigungsverhältnissen im Stadtgebiet auch auf unzureichend ausgebaute Radverkehrsanlagen zurückzuführen.

Die z.T im Wegenetz bestehenden Mängel wie unsichere Querungen, hohe Belastungen durch den fließenden Kfz-Verkehr und die starke Flächeninanspruchnahme durch den ruhenden Verkehr und Lieferverkehr, behindern die Bewegungsfreiheit von Fußgängern und Radfahrern insbesondre in den innenstadtnahen Bereichen.

Stadtraum

Auf vielen innerstädtischen Straßen nimmt der Kfz-Verkehr einen beträchtlichen Teil des Straßenraumes ein, wodurch Gestaltungs- und Bewegungsmöglichkeiten aller Verkehrsteilnehmenr erheblich eingeschränkt werden. Dadurch entstehen Trennwirkungen. Breite, stark befahrene Straßen, Bahnlinien, Flussläufe sowie ausgedehnte Gewerbegebiete zerschneiden das Stadtgefüge und erschweren so die Verbindungen innerhalb von Quartieren bzw. zwischen einzelnen Stadtteilen.

Die wenigen innenstadtnahen Grünbereiche sind teilweise schwer zugänglich und unzureichend vernetzt.

Der Andienungsverkehr in den Innenstadtbereichen vermindert zudem die Aufenthaltsqualität.