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Projektierung | Planung

Planung Innenstadtring

Uebersicht_Innenstadtring_Oktober_2010

Eine Schlüsselmaßnahme zur innerstädtischen Neuordnung des Verkehrs ist die Realisierung des Innenstadtringes.

Ein leistungsgerechter Ausbau des Innenstadtringes einschließlich der zuführenden Straßen sowie ein funktionsfähiger Parkring mit dynamischem Parkleitsystem dienen der zielgerichteten Führung der innenstadtbezogenen Verkehre und der Vermeidung von Parksuch- und Ausweichverkehren.

Dadurch werden Entlastungen u.a. der Zerrennerstraße bewirkt und die Grundlagen zu deren Umgestaltung geschaffen. Hierbei ist ein Umbau zum Stadtboulevard mit gleichzeitiger Reduzierung des Querschnitts von vier auf zwei Fahrspuren mit durchgehendem Mittelstreifen sowie eine qualitative Verbesserung der Parkmöglichkeiten vorgesehen. Ebenfalls wird dadurch die Voraussetzung für die Umgestaltung des Schloßbergs sowie der Westlichen und Östlichen Karl-Friedrich-Straße geschaffen.

Mit den Baumaßnahmen auf der Fahrbahn der Calwer Straße wurde im Frühjahr 2011 angefangen.

Definition Innenstadtring

Der Innenstadtring - im Verkehrsentwicklungsplan auch als Stadtring Nord-Ost bezeichnet - soll in der endgültigen Ausbauform über eine Anbindung an die Untere Wilferdinger Straße diese mit der Östlichen Karl-Friedrich-Straße verbinden. Dazu sind aber noch umfangreiche Abstimmungen mit der Deutschen Bahn AG erforderlich, da die neu zu bauende Querspange Nord-Ost hauptsächlich auf Bahngelände verlaufen soll. Als Zwischenlösung wird derzeit der ca. 4,3 km lange vorläufige Innenstadtring über Luisenstraße, Lindenstraße, Parkstraße, Altstädter Kirchenweg, Altstädter Brücke, Holzgartenstraße, Calwer Straße, Werderbrücke, Jahnstraße, Goethebrücke, Goethestraße, Westliche Karl-Friedrich-Straße und Berliner Straße verlaufen.

Alle Straßen des Innenstadtrings sind bereits vorhanden, seine Einrichtung ist daher eher als funktionale Änderung zu sehen, um den Durchgangsverkehr besser um den Innenstadtkern zu lenken und diesen vom reinen Durchgangsverkehr freizuhalten. Gleichzeitig soll die Wegweisung verbessert werden.

Für 14 der insgesamt 19 Hauptknoten des Innenstadtrings wurde ein vordringlicher Anpassungsbedarf zur Verflüssigung des Durchgangsverkehrs bzw. zur besseren Erreichbarkeit von Teilzielen im Stadtkern innerhalb des Innenstadtrings festgestellt.

Verkehrsführung

Die Verkehrsführung auf dem Innenstadtring erfolgt überwiegend auf vier durchgehenden Fahrspuren. Ausnahmen sind die Luisenstraße auf der Nordseite beim Luisenplatz wegen der dort fehlenden Erweiterungsmöglichkeiten sowie die Holzgartenstraße zwischen Altstädter Brücke und Hermannstraße wegen der dort errechneten ausreichenden Leistungsfähigkeit trotz geänderter Fahrstreifenaufteilung.

Die Fahrspurbreiten betragen soweit die Platzverhältnisse dies zulassen 3,25 m. Hierdurch wird eine Beschleunigung für den im Innenstadtring befindlichen motorisierten Individualverkehr (MIV) erreicht. Durch Optimierung der Signalsteuerung wird die verkraftbare Verkehrsmenge auf dem Innenstadtring erhöht und Standzeiten verringert. Die Zu- und Abfahrtsmöglichkeiten auf den Ring werden ebenfalls optimiert. Allerdings ist dies aufgrund der beengten Möglichkeiten nicht mehr an allen bisherigen Zu- und Abfahrten wie bisher möglich (z.B. durch Wegfall einer Linksabbiegespur zu Gunsten einer zusätzlichen Geradeausspur). Die geänderte Verkehrsführung muss daher intensiv über Wegweisung kenntlich gemacht werden.

Die zeitliche Abfolge der Maßnahmen wird intensiv mit den Leitungsträgern koordiniert und zu gegebener Zeit im Baustellenkalender veröffentlicht. Wesentliche Änderungen einzelner Knoten werden gesondert in den gemeinderätlichen Gremien vorgestellt und hier im Internet aktualisiert und ergänzt. Bei geänderten Lichtsignalanlagensteuerungen an den Knotenpunkten des Innenstadtrings werden die Belange des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) vorrangig beachtet.

Bau und Ausblick

Für den Verkehrsfluss des motorisierten Individualverkehrs wird durch den Bau des Innenstadtringes eine spürbare Verbesserung des Verkehrsablaufes bzw. die Möglichkeit erwartet, eine größere Verkehrsmenge unter Berücksichtigung der Umweltverträglichkeit abwickeln zu können. Die Innenstadt soll dadurch für den Besucher attraktiver und aufenthaltsfreundlicher gestaltet werden.

Übersichtslageplan

Die derzeitigen Planungen sind in dem hier bereitgestellten Übersichtslageplan dargestellt und werden entsprechend des Planungsfortschritts immer wieder aktualisiert werden.

Ansprechpartner

Grünflächen- und Tiefbauamt
Abt. 2: Straßen und Verkehr

Telefon +49 (0) 7231 39-2451 und -2450
E-Mail: gta@stadt-pforzheim.de