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Entwurf des Maßnahmenplans

Die ausgewählten Maßnahmen wurden vom Lärmgutachter, soweit erforderlich unter Hinzuziehung des Verkehrsgutachters, untersucht und sowohl das Lärmminderungspotential als auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis abgeschätzt. Die schalltechnische Untersuchung der Maßnahmen kommt zusammenfassend zu folgendem Ergebnis:

Tempo 30 nachts auf der Kaiser-Friedrich-Straße und der Hohenzollernstraße zwischen  Heinrich-Wieland-Allee und Christophallee

  • Minderung der Schall-Emissionen nachts um ca. 2,5 dB(A)
  • Minderung der Betroffenheit tags um 152 Personen (4 %), nachts um 666 Personen (16 %)
  • Minderung hoher Betroffenheiten  an der Hohenzollernstraße, an der Kaiser-Friedrich-Straße waren schon vorher relativ wenige hohe Betroffenheiten
  • Realisierung kurzfristig möglich, Rücknahme ebenfalls
  • * Maßnahme ist sehr wirksam bei geringen Kosten: hohes Nutzen-Kosten-Verhältnis

LKW-Durchfahrtsverbot nachts für die Parkstraße, die Kaiser-Friedrich-Straße und die Hirsauer Straße

  • Minderung der Schall-Emissionen an der Hirsauer Straße um bis zu 5,2 dB(A), an der Kaiser-Friedrich-Straße um bis zu 2,5 dB(A) und an der Parkstraße um bis zu 1,7 dB(A)
  • eventuell Erhöhung der Schall-Emissionen in Huchenfeld und in der Südweststadt
  • Minderung der Betroffenheit tags um 219 Personen (5 %), nachts um 688 Personen (16 %)
  • geringe Minderung der höchsten Betroffenheiten
  • Realisierung kurzfristig möglich, Rücknahme ebenfalls
  • * Maßnahme ist gut wirksam bei geringen Kosten: hohes Nutzen-Kosten-Verhältnis

Einbau von lärmoptimiertem Asphalt

  • Minderung der Schall-Emissionen um etwa 4,5 dB(A)
  • Minderung der Betroffenheit tags um 3.020 Personen (88%), nachts um 3.190 Personen (85%)
  • Minderung der Betroffenheit von Schulgebäude von 3 auf 1 Gebäude
  • deutliche Minderung der höchsten Betroffenheiten
  • Realisierung nach Aussage GTA kurz- bis mittelfristig möglich, gestuftes Vorgehen möglich
  • * Maßnahme ist äußerst wirksam, Kosten hoch, entsprechen aber herkömmlichem Asphalt: sehr hohes Nutzen-Kosten-Verhältnis bei ohnehin anstehender Fahrbahnerneuerung, ansonsten geringeres Nutzen-Kosten-Verhältnis

Schallschutzfensterprogramm

  • Schallemissionen bleiben gleich
  • bei lärmsanierten Gebäuden in den Wohnungen keine Betroffenheiten tags und nachts mehr
  • Realisierung kurzfristig möglich, gestuftes Vorgehen möglich
  • * Maßnahme ist äußerst wirksam, Kosten abhängig von Förderquoten und staatlichen   Förderprogrammen: gutes Nutzen-Kosten-Verhältnis, allerdings nur beim Aufenthalt im  Innern des Gebäudes und bei geschlossenen Fenstern

Doppelkreisel Hohenzollernstraße/Christophallee/Brettener Straße

  • Minderung der Lärmbelastung mit vorgeschriebenem Rechenverfahren nicht quantifizierbar.

Westtangente 1. und 2. Bauabschnitt

  • Minderung der Schallemissionen um bis zu 6 dB(A)
  • eventuell Erhöhung der Schall-Emissionen in Huchenfeld
  • Minderung der Betroffenheit tags um 498 Personen (12%), nachts um 443 Personen (10 %)
  • Entlastung im gesamten Innenstadtbereich, allerdings nur geringe Minderung der höchsten   Betroffenheiten
  • Realisierung erst mittel- bis langfristig möglich
  • * Maßnahme sehr gut wirksam, hohe Kosten: sehr hohes Nutzen-Kosten-Verhältnis bei Realisierung (auch) aus anderen Gründen, allein aus Lärmschutzgründen niedriges Nutzen-Kosten-Verhältnis

Für Einzelheiten wird auf die „Schalltechnische Untersuchung zur Lärmaktionsplanung der Stadt Pforzheim“ von ACCON sowie die entsprechenden Karten verwiesen.

Der Gemeinderat hat am 24.03.2009 dem Entwurf des Maßnahmenplans zugestimmt und die Fortführung des Verfahrens (Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange zu dem Maßnahmenplan) zugestimmt (siehe Beilage O 2071).

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