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Politische Verhältnisse

Wahlergebnisse Büchenbronn 1933

Die Weltwirtschaftskrise, die mit dem berühmten „Schwarzen Freitag“ (dem New Yorker Börsencrash) einsetzte, brachte auch in die Büchenbronner Bevölkerung Unruhe und riss einen tiefen Spalt in die politische Landschaft.
In den letzten freien Wahlen setzte sich daraufhin die NSDAP mit Hitler an der Spitze durch.

Aber auch die KPD hatte unüblicherweise eine feste und durchaus nicht kleine Wählerschaft in Büchenbronn, das schon immer als etwas „rot“ galt.

NS-Formationen

Dieses Bild zeigt einen Schülermarsch mit Hakenkreuz während der NS-Zeit in Büchenbronn.

Die NSDAP festigte ihre Position unter anderem mit allgegenwärtiger Propaganda. Aber auch mit einer Vielzahl von Formierungen und Jugendorganisationen, die bei den Büchenbronnern regen Zulauf bekamen.
Im „Adler“ gründete die NSDAP bereits ein halbes Jahr vor Hitlers Machtergreifung eine Ortsgruppe, welche allerdings erst nach der Machtübernahme, selbst unter langjährigen Kommunisten, großen Zuspruch fand.

Krieg

Helmut Wacker
Helmut Wacker

1941 erreichte der Krieg Büchenbronn. Flüchtlingsfamilien aus dem damals luftkriegsbedrohten Ruhrgebiet wurden in den Häusern mit einquartiert. Auch die Gefallenenmeldungen häuften sich.

Die Anzahl der vermissten und gefallenen Mitbürger belaufen sich in Büchenbronn auf 213 Personen. Das jüngste Opfer war Helmut Wacker, der im Alter von gerade mal 16 Jahren starb.

Durch Granateneinschläge und Artilleriebeschuss musste Büchenbronn zum Kriegsende weitere 11 tote Zivilisten verzeichnen.