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Innenstadt- Ost: Stadt legt Kosten offen

Oberbürgermeister Hager: Projekt löst private Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe aus

Verschiedene Ausschüsse haben am Dienstag nachmittag die Beilage Q883 diskutiert. Hierin listet die Verwaltung punktgenau die zu erwartenden Kosten und Einnahmen aus dem Projekt Innenstadtentwicklung- Ost auf. Das Fazit: es handelt sich mitnichten um ein Prestigeobjekt, sondern löst „private Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe aus, auf diese Weise kann Pforzheim den dringend erforderlichen Stadtumbau schaffen“, so Oberbürgermeister Gert Hager. Das Projekt sei als Initialzündung für die Aufwertung der Innenstadt und damit als Basis für die Weiterentwicklung der Stadt als Wohn-, Bildungs- und Gewerbestandort unverzichtbar.

Mit dem Projekt soll die Pforzheimer Innenstadt wieder urbanes Zentrum des öffentlichen Lebens werden, die wieder von mehr Menschen besucht wird, die sich hier gerne aufhalten. Durch eine Vielzahl von Ansätzen, teils durch grundlegenden Umbau und teils durch einfachere Maßnahmen, soll die Innenstadt einladende Stadträume und ein attraktives Stadtbild erhalten. Addiert man die für die Stadt entstehenden Kosten, also Erschließung, Verlegungskosten, Freimachungskosten, Planungskosten und Grunderwerb, so betragen die Ausgaben zunächst rund 29 Millionen Euro. Aus Verkaufserlösen und Sanierungsfördergeldern erwartet die Stadt rund 20,5 Millionen Euro Erlöse. Es bleiben zunächst Kosten von 8,4 Millionen Euro. „Diese Zahlen sind realistisch und ernsthaft gerechnet“, führte Manfred Rudolph (Amtsleiter PLV) im Rat aus. Aber allein schon hier zeige sich ein beträchtlicher Gewinn für die Stadt. Bezieht man nach der Barwertmethode den Kostenvergleich des Technischen Rathauses mit ein (Sanierung: 24,1 Millionen; Rückbau/Neubau: 11,7 Millionen Euro) fällt auf, dass bei einem Rückbau ein rechnerischer Vorteil von 12,4 Millionen Euro entsteht. „Betrachtet man beide Tabellen zusammen (Kostenvergleich Technisches Rathaus und Ausgaben/Einnahmen Projekt), ergibt sich klar, dass das Projekt Innenstadtentwicklung- Ost auch rein monetär einen Gewinn für die Stadt darstellt“, so Manfred Rudolph. Der ganz entscheidende Aspekt bei diesem Projekt der Quartiersentwicklung ist:

1. Erzeugung größerer positiver Grundhaltung 2. Vielfältigkeit und Lebendigkeit durch Mischung von Funktionen 3. Steigerung der Aufenthaltsqualität 4. Stärkung der Innenstadt als Handelszentrum 5. Belebung durch mehr Wohnen

Von: Dienstag, 08. November 2016