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Als alltägliche Zumutung umgibt uns sexistische Werbung fast immer und überall. Frauenkörper werden auf Busen, Hintern und Haut reduziert. Immer unverhohlener wird die Botschaft verbreitet "Frauen sind allzeit bereit, verfügbar und billig zu kaufen." Die Stadt Pforzheim nimmt Einfluss auf die von ihr untervermieteten Plakatierwände und hat sich bereits erfolgreich für die Entfernung sexistischer Werbung engagiert.

Darüber hinaus ist es aber wichtig, dass auch Bürgerinnen und Bürger ihren Widerwillen und Ärger nicht einfach verrauchen lassen, sondern selbst aktiv werden. Für Ihre Beschwerde können Sie den Plakaten selbst die Adresse der verantwortlichen Firma entnehmen und sich zusätzlich noch an den Deutschen Werberat wenden. Auf diese Weise ist z.B. auch das "Drei-Brüste-Plakat" des Media-Marktes wieder aus der Öffentlichkeit verschwunden.

Proteste lohnen sich!
Die Diskriminierung von Frauen in den Werbemedien ist weiterhin ein Hauptbeschwerdegrund in den Eingaben an den Deutschen Werberat. Im ersten Halbjahr 2010  bezogen sich 41 % der Beschwerden auf frauenfeindliche Werbung. Der Werberat sprach jedoch nur vier Rügen wegen besonders krasser Darstellungen aus. Der Deutsche Werberat ist ein Selbstkontrollorgan der Werbewirtschaft.

Im Februar 2002 ließ die Stadt Pforzheim die Plakatkampagne der Bild-Zeitung "Verbotene Liebe" von den Bus-Wartehäuschen wieder entfernen. Zusätzlich legte die Frauenbeauftragte der Stadt Pforzheim Barbara Jeske beim Deutschen Werberat Beschwerde ein. Wenig später teilte dieser mit, die Bild-Zeitung habe die kritisierte Plakatserie bundesweit zurückgezogen.