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Elterngeld

Elterngeld wird nach der Geburt des Kindes an Mütter oder Väter gezahlt, die ihre Erwerbstätigkeit wegen der Betreuung ihres Kindes unterbrechen oder auf 30 Wochenstunden einschränken und die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllen. Auch Eltern, die vor der Geburt des Kindes nicht erwerbstätig waren, Studierende  oder Auszubildende erhalten Elterngeld.

Das Elterngeld beträgt i. d. R. 67 Prozent des in den letzten 12 Monaten vor der Geburt des Kindes bzw. vor Beginn der Mutterschutzfrist durchschnittlich erzielten monatlichen Nettoerwerbseinkommens, maximal 1.800 EUR monatlich.

Für Geringverdiener mit einem maßgeblichen Erwerbseinkommen unter 1.000 EUR im Monat wird der Prozentsatz auf bis zu 100 Prozent angehoben.

Einen Mindestbetrag von 300 EUR monatlich erhalten Eltern, die vor der Geburt des Kindes nicht erwerbstätig waren, z. B. Hausfrauen oder Hausmänner.

Wird im Haushalt ein weiteres Kind unter 3 Jahren oder zwei weitere Kinder unter 6 Jahren betreut, erhöht sich das errechnete Elterngeld um einen Geschwisterbonus von 10 Prozent,  mindestens jedoch um 75 EUR.

Bei Mehrlingsgeburten erhöht sich das zustehende Elterngeld um 300 EUR für  jedes weitere Mehrlingskind. Es ist nur ein Antrag zu stellen.

Die maximale Bezugsdauer von 12 Monaten für einen Elternteil kann um 2 Partnermonate verlängert werden, wenn für mindestens 2 Monate eine vor der Geburt ausgeübte Tätigkeit unterbrochen oder eingeschränkt wird und sich eine Einkommensminderung ergibt. Die jeweiligen Monatsbeträge können abwechselnd oder gleichzeitig genommen werden. 

Elterngeld muss schriftlich beantragt werden und kann rückwirkend für 3 Monate vor dem Antragseingang bei der Gemeinde oder der Elterngeldstelle gewährt werden.

Längere Förderung mit ElterngeldPlus

Neben dem Elterngeld in der bisherigen Form (Basiselterngeld), besteht für Eltern, deren Kind ab dem 1. Juli 2015 geboren wurde, die Möglichkeit, ElterngeldPlus zu beanspruchen. ElterngeldPlus steht insbesondere für Eltern zur Verfügung, die während des Elterngeldbezugs in Teilzeit arbeiten möchten.

Das ElterngeldPlus berechnet sich wie das Basiselterngeld, beträgt aber maximal die Hälfte des Elterngeldbetrags (150,-- € monatlich), der Eltern ohne Teilzeiteinkommen nach der Geburt zustünde. Dafür wird es für den doppelten Zeitraum gezahlt: ein Elterngeldmonat = zwei ElterngeldPlus-Monate. Basiselterngeld und ElterngeldPlus können frei miteinander kombiniert werden.

Arbeiten beide Eltern parallel in vier aufeinander folgenden Monaten durchschnittlich zwischen 25-30 Wochenstunden, erhält jeder Elternteil für diese vier Monate zusätzliche Monatsbeträge Elterngeld Plus (Partnerschaftsbonus). Alleinerziehende können die Partnerschaftsbonusmonate ebenso wie die Partnermonate selbst beanspruchen, sofern sie die notwendigen Voraussetzungen erfüllen.

Das Elterngeld Plus sichert Familien damit auch über den 14. Lebensmonat des Kindes hinaus ab, erleichtert den frühen Wiedereinstieg und gibt Paaren größere Gestaltungsfreiheit bei der gleichzeitigen Inanspruchnahme von Elterngeld, so dass sie sich ihre familiären und beruflichen Aufgaben leichter partnerschaftlich teilen können.

Erwerbstätige Eltern haben außerdem einen Anspruch auf Elternzeit.

Nähere Infos erhalten Sie bei der Landeskreditbank

Ein Elterngeldrechner erhalten Sie hier: Elterngeldrechner