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„Präventionsnetzwerk gegen Kinderarmut in Pforzheim-West“

Unter dem Titel „Präventionsnetzwerk gegen Kinderarmut in Pforzheim-West“ hat sich die Stadt Pforzheim erfolgreich für ein Projekt zur Vermeidung von Kinderarmut beim Sozialmininsterium Baden-Württemberg beworben. Das Projekt wird präventiv zur Bekämpfung von Kinderarmut vor allem in der Weststadt beitragen. Die soziale Lage vieler Kinder und Familien ist in der Weststadt besonders schwierig, da hier viele Menschen von Armut betroffen oder davon gefährdet sind.

Bei der SGB-II Qoute von Kindern unter 15 Jahren und der Anteil von Kindern in Alleinerziehendenhaushalten - beides Indikatoren für Armut bzw. Armutsgefährdung - weist der Stadtteil im Stadtvergleich jeweils einen der höchsten Werte auf. Ziel des Projektes ist es auf der einen Seite die bereits aktiven Organisationen stärker zu vernetzen und mittels einzelnen Maßnahmen Kooperationen anzustoßen und so die Vernetzung lebendig zu gestalten. Neben Aktivitäten für Kinder, werden im Rahmen des Projektes auch deren Eltern unterstützt, um durch deren Stärkung letztendlich auch deren Kinder zu stärken. Es hat eine Laufzeit bis Ende nächsten Jahres; bei erfolgreichem Verlauf ist eine Weiterförderung denkbar. Die Weststadt mit ihrer starken Verdichtung und der dortigen Sozialstruktur braucht diese Unterstützung. Dabei leisten viele Organisationen wie Schulen, Kindertagesstätten, aber auch Kirchen, soziale Einrichtungen und Vereine schon eine sehr gute Arbeit. Gelichzeitig bin ich mir sicher, dass wir durch Kooperationen noch mehr erreichen können. Ich stelle mir vor, dass wir die Kinder insbesondere an den Übergängen zwischen Kindertagesstätte und Grundschule und dann zur weiterführenden Schule noch besser unterstützen. Dabei soll nicht allein der schulische Lernstoff im Vordergrund stehen, sondern auch andere Erfahrungen etwa über ein Gartenprojekt.

Auch die Teilnahme am Vereinsleben und anderen kulturellen Bildungsangeboten soll gefördert werden, da Untersuchungen gezeigt haben, dass dies ein wichtiger Faktor in der Armutsvermeidung ist. Außerdem möchten wir hier das in anderen Städten bereits erfolgreiche umgesetzte Rucksack-Projekt anstoßen und Eltern von Grundschulkindern eine Anlaufstelle bieten und diese speziell mit Hinsicht auf die Unterstützung ihrer Kinder stärken.

Das Projekt hat eine Laufzeit bis Ende nächsten Jahres; bei erfolgreichem Verlauf ist eine Weiterförderung denkbar.

Eine regelmäßige Arbeitsgruppe der Sozialraumpartner trifft sich erstmalig am 12.12.17.

Der Folgetermin ist am 16.1.2018