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Häusliche Gewalt umfasst Gewalt in Ehe- und Partnerbeziehungen. Die Erscheinungsformen sind sehr unterschiedlich und reichen von bedrohen, beschimpfen, beleidigen, demütigen, isolieren und schlagen bis hin zur Vergewaltigung und Geld wegnehmen, immer mit dem Ziel, Macht und Kontrolle über die oder den Betroffenen auszuüben.

Zur häuslichen Gewalt zählt nicht nur Gewalt in Paarbeziehungen, sondern auch Gewalt gegen Kinder, von Kindern gegenüber ihren Eltern, zwischen Geschwistern und Gewalt gegen im Haushalt lebende ältere Menschen.

Wichtig ist, dass Betroffene Beweise sichern. Lassen Sie sich bei körperlicher oder sexueller Gewalt ärztlich untersuchen. Bei akuter Gefahr kann die Polizei ein Wohnungs- und Annäherungsverbot aussprechen. Der Täter oder die Täterin muss die Wohnung verlassen und darf sich dem Opfer mehrere Tage nicht mehr nähern. Lassen Sie sich beraten. Je früher Sie sich als Opfer oder Täter/Täterin informieren und helfen lassen, umso besser!

Weitere Infos unter: www.gewaltschutz.info

Soforthilfe

Polizei (Notruf) 110

Wählen Sie 110, wenn Sie in Gefahr sind. Die Polizei steht Ihnen zur Seite und kann den Gewalttäter/die Gewalttäterin sofort aus der Wohnung verweisen und ein Annäherungsverbot aussprechen. 

Die Polizei wird Sie getrennt vom Gewalttäter/Gewalttäterin befragen und alles tun, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Auch als Nachbarn sind Ihre Aussagen wichtig, um auch strafrechtlich besser gegen den Täter/die Täterin vorgehen zu können.

Frauenhaus 07231 - 45 76 30

Im Notfall können Sie sofort mit Ihren Kindern den Schutz der Frauenhauses in Anspruch nehmen. Hier sind Sie an einem geheimen Ort in Sicherheit und können mit fachlicher Unterstützung überlegen, wie es weitergehen soll. 

Das bundesweite Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" erreichen Sie rund um die Uhr. Das Angebot ist kostenlos und anonym.  Die telefonische Beratung ist in 17 Fremdsprachen möglich. Auch über die Online-Beratung, per E-Mail oder Chat können Sie sich an das Hilfetelefon werden: www.hilfetelefon.de

Dieses Hilfsangebot können Betroffene, Familienangehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte in Anspruch nehmen. Qualifizierte Beraterinnen stehen den Anrufenden vertraulich zur Seite und vermitteln bei Bedarf an Unterstützungsangebote vor Ort.  

Weitere Informationen

Beratung und Hilfe

Tel.: 07231 - 4 28 65 22
Mail: fachstelle.haeuslichegewalt(at)diakonie-pf.de

Die Fachstelle Häusliche Gewalt berät Sie als Opfer und als Angehörige sowie Personen aus Ihrem sozialen Umfeld. 

Sie erhalten Informationen

  • zur Rechtslage
  • zum Wohnungsverweis
  • zum Annäherungsverbot (incl. Handy)
  • über finanzielle Hilfen
  • über gerichtliche Zuweisung der Wohnung (Gewaltschutzgesetz)
  • über Schutz Ihrer Kinder
  • über Klärung Ihres Aufenthaltsrechts

Hilfe bei der Klärung Ihrer persönlichen Situation, Unterstützung bei den nächsten Schritten und Vermittlung an diverse Fachstellen. Bei Bedarf erhalten Sie therapeutischen Begleitung zur Verbesserung Ihrer Situation.

Tel.: 07231 - 15 53 10
Mail: info(at)bezirksverein-pforzheim.de

Der Bezirksverein für soziale Rechtspflege führt umfassende Konfliktberatungen durch. Männer und Frauen, die im sozialen Nahraum gewalttätig sind, erhalten Hilfe in Form von

  • Einzelberatung
  • Anti-Gewalt-Training (Gruppentraining)
  • Vermittlung weiterer Hilfen
  • nach Rücksprache übergangsweise einen Wohnplatz für Wohnungsverwiesene

Bei dem gemeinsamen Wunsch nach einer gewaltfreien Beziehung können unter Begleitung der Beraterinnen und Berater Paargespräche geführt werden. 

Auf Wunsch ist eine anonyme Beratung möglich.