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In Baden-Württemberg sind alle Schülerinnen und Schüler – unabhängig von Art und Schwere ihrer Behinderung – in die schulische Erziehung, Bildung und Ausbildung einbezogen.

Behinderte Schülerinnen und Schüler besuchen gemeinsam mit nicht behinderten Schülerinnen und Schülern die allgemeine Schule, wenn sie dort nach den pädagogischen, finanziellen, personellen und organisatorischen Möglichkeiten dem Bildungsgang folgen können. Die allgemeinen Schulen werden hierbei durch die Sonderschulen im Rahmen des Sonderpädagogischen Dienstes unterstützt. Begleitende Beratungs- und Unterstützungsangebote für Lehrkräfte und Eltern bieten die Landesarbeitsstelle Kooperation beim Regierungspräsidium Stuttgart sowie die regionalen Arbeitsstellen "Kooperation" bei den unteren Schulaufsichtsbehörden (siehe Staatliches Schulamt Pforzheim).

Falls im Zusammenhang mit einer Behinderung erhebliche Entwicklungs- und Lernprobleme auftreten und eine erfolgreiche Förderung in den allgemeinen Schulen nicht erreicht werden kann, erhalten die Schülerinnen und Schüler rechtzeitig sonderpädagogische Förderung in einer Sonderschule oder in einem inklusiven Bildungsangebot an einer allgemeinen Schule. Die Frage nach dem richtigen Lernort lässt sich nur im Einzelfall beantworten und hängt besonders davon ab, welcher persönliche Förderbedarf beim einzelnen Kind gegeben ist.

Die Entscheidung – auch über erforderliche begleitende Hilfen – trifft die untere Schulaufsichtsbehörde (siehe Staatliches Schulamt Pforzheim) im Zusammenwirken mit den Eltern, den beteiligten Schulen und den beteiligten Kostenträgern.